Die auf dem Gipfeltreffen in Gleneagles im Bereich Wasser und Sanitärversorgung gemachten Zusagen waren nicht so belastbar, wie die Zusagen für andere Bereiche. Im Kommuniqué von Gleneagles sagten die G8-Staaten eine Steigerung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit in diesem Sektor zu und verwiesen dabei auf ein 2003 gegebenes Versprechen, dem Bereich Wasser und Sanitärversorgung im Rahmen der Zuteilung der Gesamtmittel eine hohe Priorität zu geben. Unter Berücksichtigung der ursprünglichen Absicht dieses Versprechens interpretiert DATA die Zusagen dahingehend, dass der Anteil der dem Sektor Wasser und Sanitärversorgung zugeordneten Mittel bei einem Anstieg der Gesamtmittel zumindest konstant bleiben sollte. Da die subsaharischen Länder Afrikas den weltweit geringsten Zugang zu einer entwickelten Wasser- und Sanitärversorgung haben, sollte die Region zumindest den gleichen ODA-Anteil erhalten, der auf globaler Ebene für Wasser und sanitäre Einrichtungen aufgewendet wird. Der Sektor Wasser und Sanitärversorgung machte von 1990 bis 2005 5,5% der globalen ODA-Leistungen aus. Diesen Prozentsatz zieht DATA in diesem Bericht als Maßstab zur Bewertung der Fortschritte auf dem Weg zur Erfüllung der G8-Zusagen heran.
Insgesamt liegen die Staaten der G8 bei der Umsetzung dieser Zusage nicht auf Kurs. 2006 (das letzte Jahr, für das Daten zur Verfügung stehen), ließen die G8 3,83% ihrer Gesamt-ODA an die subsaharischen Länder Afrikas in diesen Sektor fließen. Während der Anteil von zwei der G8-Mitgliedsstaaten (Deutschland und Vereinigtes Königreich) fast 5,5% betrug, verfehlten drei Staaten (Frankreich, Italien und Japan) den Kurs knapp, und die übrigen beiden sind weit ab vom Kurs (USA und Kanada).
5000Zahl der Kinder, die täglich an
Durchfallerkrankungen sterben.
Auch die Priorisierung von Afrika als Region war enttäuschend − obwohl Afrika im Bereich Wasser und Sanitärversorgung am weitesten von der Erreichung der MDGs entfernt ist, flossen 2006 lediglich 27% der Gesamtfinanzierung der G8 für diesen Sektor an den Kontinent. Länder wie die USA und Japan gehören auf globaler Ebene zu den größten Geberländern im Sektor Wasser und Sanitärversorgung. Es ist ihnen dennoch bis dato nicht gelungen, ihr Know-how auf Afrika auszuweiten und sie weisen der Region weiterhin extrem geringe Anteile ihrer Aufwendungen zu. Um auf Kurs zu gelangen, müssen die G8 die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit für den Sektor Wasser und Sanitärversorgung auf 5,5% ihrer ODA-Leistungen aufstocken und Afrika bei der globalen