Japan hat seine sehr schwache Zusage zur Verdoppelung seiner bilateralen ODA an die subsaharischen Länder Afrikas auf der Grundlage eines für 2003 geltenden Basisbetrags eingehalten, wenn man konstante Preise von 2004 zu Grunde legt. Japan hat jedoch 2007 gegenüber den 2006 geleisteten Beiträgen eine Kürzung der ODA-Leistungen an die Region vorgenommen und hat in den vergangenen zwei Jahren außerdem seine globalen ODA-Leistungen jährlich reduziert. Obgleich es in diesem Bericht nicht bewertet wird, machte Japan bei der TICAD (Tokyo International Conference on African Development) eine neue Zusage zur Verdoppelung der bilateralen ODA an Afrika bis 2012. Japan hat sein Know-how im Bereich Wasser nicht auf Afrika ausgeweitet, und hat trotz seines Co-Vorsitzes innerhalb der FTI auch die globalen Bildungsziele nicht forciert. Im Handelsbereich hat es wenig unternommen, um seine Handelspolitik für die Entwicklungsarbeit tauglich zu machen, um so Chancen für afrikanische Länder zu schaffen.
2007 nahm Japan ohne Berücksichtigung bilateraler Schuldenerlasse eine Kürzung seiner ODA-Leistungen an die subsaharischen Länder Afrikas in Höhe von ¥21,269 Millionen ($197 Millionen) oder 8% zu Preisen von 2004 vor. Diese Kürzung war Folge eines Rückgangs von 48% multilateraler Unterstützungsleistungen. Durch eine Erhöhung von Japans bilateralen ODA-Leistungen an die Region auf ¥125,495 Milliarden ($1,161 Milliarden) wurde das bescheidene, im Jahr 2005 gesteckte Ziel für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit für das Jahr 2007 überschritten, wenn zu Preisen von 2004 evaluiert wird. Zu aktuellen Preisen verfehlte Japan das Ziel knapp.
DATA geht davon aus, dass 2008 rund 24% der globalen ODA-Leistungen Japans an Afrika gehen werden. Infolge dessen werden sich seine ODA-Leistungen für die subsaharischen Länder Afrikas nach Schätzungen von DATA 2008 auf rund ¥220,974 Milliarden ($2,098 Milliarden zu Preisen von 2004) belaufen. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von ¥6,223 Milliarden ($59 Millionen zu Preisen von 2004).