Kanada ist bei den zugesagten ODA-Erhöhungen nicht auf Kurs, und das obwohl ein verringerter Basisbetrag seine Gesamtzusagen reduziert hat. 2007 verminderte Kanada seine ODA-Leistungen an die subsaharischen Länder Afrikas, und auch wenn die Pläne für 2008 etwas großzügiger ausfallen, reichen sie dennoch nicht aus, um auf Kurs zu sein. Im Bildungsbereich ist Kanada eines von nur zwei Ländern, die auf Kurs sind, in anderen Sektoren fallen seine Leistungen jedoch gemischt aus. Bei der Qualität seiner Entwicklungspolitik nimmt Kanada neben Deutschland den zweiten Platz in der G8 ein, spielt jedoch ebenso wie andere G8-Länder bei den Bemühungen um ein „funktionierendes Handelssystem für Afrika“ nicht gerade eine Vorreiterrolle.
I2007 gingen Kanadas ODA-Leistungen an die subsaharischen Länder Afrikas ohne Berücksichtigung bilateraler Schuldenerlasse um CAD$115 Millionen ($88 Millionen) oder 8,9% zurück. Im Vergleich zu 2006 stiegen die bilateralen Zuwendungen an die subsaharischen Länder Afrikas zwar um CAD$82 Millionen, die multilateralen Zuflüsse dagegen sanken um CAD$197 Millionen. Um in einer linearen Ausgabenprojektion auf Kurs zu sein, hätte Kanada nach Schätzungen von DATA seine ODA-Leistungen an die subsaharischen Länder Afrikas 2007 um CAD$220 Millionen ($169 Millionen) erhöhen müssen. Insgesamt erhöhten sich Kanadas ODA-Leistungen an die Region ohne Berücksichtigung des bilateralen Schuldenerlasses zwischen 2004 und 2007 um CAD$94 Millionen ($72 Millionen).
DATA geht davon aus, dass 2008 rund CAD$1,432 Milliarden ($1,016 Milliarden zu Preisen von 2004) an die subsaharischen Länder Afrikas fließen werden. Dies entspricht einer Erhöhung von CAD$159 Millionen ($113 Millionen zu Preisen von 2004), ist jedoch sehr viel weniger als die Erhöhung von CAD$420 Millionen ($298 Millionen zu Preisen von 2004), die notwendig ist, um auf Kurs zu sein.