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In einer Klinik im ländlichen Pantasma in Nikaragua warten Mütter auf die Ankunft des lebensrettenden Impfstoffes, der ihre Kinder gegen das Rotavirus schützen wird. Das Rotavirus ist eine vermeidbare und behandelbare Durchfallerkrankung, die jedes Jahr 500.000 Todesfälle bei Säuglingen und Kleinkindern verursacht.
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Der Impfstoff wird direkt aus der Produktionsstätte in Lansdale, Pennsylvania, nach Managua, Nikaragua, eingeflogen. Der Flugplatz liegt 320 Kilometer von der Klinik entfernt, es dauert also noch Stunden, bevor der Impfstoff die Kinder erreicht, die ihn brauchen.
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Nikaraguanische Gesundheitsbeamten transportieren den Impfstoff in einer Kühlbox, um die „Kältekette“ aufrecht zu erhalten, ein System, das die Temperatur in den einzelnen Phasen von der Herstellung bis zur Verteilung kontrolliert. Wenn der Impfstoff Temperaturen von unter 1 Grad oder über 7Grad ausgesetzt ist, ist er nicht mehr verwendbar.
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Die Reise geht in einem Geländewagen weiter durch Jinotega, einer Stadt, die 160 Kilometer nordwestlich von Managua liegt. Zehn Jahre Forschung und 16 Jahre Entwicklung liegen hinter den Wissenschaftlern, bis sie den Impfstoff den Kindern verfügbar machen konnten.
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Sobald der Wagen das Flussbett erreicht, wird der Impfstoff auf Pferde geladen – die dritte Fortbewegungsmethode. Im Jahr 2006 wurde Nikaragua das erste Entwicklungsland, das Impfstoffe im selben Jahr wie die entwickelten Länder erhält.
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Der Reiter Julio Mesa Zelodon und sein Sohn Santos balancieren die zerbrechliche Fracht aufmerksam durch das steinige Gelände. Der Impfstoff wird oft mit Pferden, Eseln oder Booten transportiert, um auch die abgelegenen Gebiete des Landes zu erreichen.
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Nachdem die blaue Kiste insgesamt 3200 Kilometer gereist ist, kommt sie endlich in der Klinik in Pantasma an. Die Kiste wird nach drinnen gebracht, wo der Inhalt schnell überprüft wird.
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Ein Temperaturtest bestätigt, dass der Impfstoff kühl gelagert wurde und sicher verwendet werden kann.
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Im Untersuchungsraum informiert sich eine Mutter über den Impfprozess. Eine Impfdosis enthält zwei Milliliter. Es sind drei Dosen erforderlich, um ihre zwei Monate alte Tochter zu schützen.
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Die Reise ist beendet. Ein Mitarbeiter verabreicht Tropfen des Impfstoffes, und das kleine Mädchen geht ihren ersten Schritt im Kampf gegen die Krankheit. Seitdem der Impfstoff im Jahr 2006 in Nikaragua eingeführt wurde, sind die schweren Rotavirus-Fälle um 77 Prozent gesunken.
Die lange Reise eines Impfstoffes
Die Herausforderung, einen lebensrettenden Impfstoff zu denjenigen Kindern zu bekommen, die ihn am nötigsten haben.
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Starke Durchfallerkrankungen, oft durch das Rotavirus verursacht, sind eine der häufigsten Todesursachen von Kindern in armen Ländern. Das ist besonders tragisch, weil es Impfstoffe gegen das Rotavirus gibt – sie haben diejenigen Kinder, die sie am dringendsten benötigen, allerdings schlicht nicht erreicht. Dank intelligenter Entwicklungsprogramme ändert sich das jetzt. Folge dem Impfstoff auf seiner Reise von einem Labor in Philadelphia durch den Dschungel von Nicaragua bis zu den Kindern, die ihn benötigen. Jedes einzelne Kind ist der lebende Beweis, dass richtig umgesetzte Entwicklungsprogramme, wirken.
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