ist Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft und Gründer der Philipp Lahm-Stiftung.
Meine prägendste Begegnung mit der Krankheit Aids ist jetzt über vier Jahre her. Es war während meines Besuchs in Südafrika im Sommer 2007. Ich wollte mir das Land anschauen, das drei Jahre später die Fußball-Weltmeisterschaft austragen wird. Das ganze Land. Nicht nur die Hotels, den Flughafen und die geschützten Villenviertel der Großstädte, sondern auch die Townships außerhalb. Was ich hier erlebte, war eine andere Welt. Eine Welt, die aus Wellblechhütten bestand. Ärmlichste Behausungen ohne Wasser und Strom, in denen mehrere Generationen in einem einzigen Raum zusammen lebten. Vor allem im harten Kontrast zu den riesigen Villen, die nur wenige Kilometer zuvor noch am Autofenster vorbeigezogen waren, erschütterte mich der Anblick dieser Lebensumstände zutiefst.
Die Geschichte von Philipp Lahm kannst Du in voller Länge in unserem Bericht lesen.
ist Rednerin, Autorin und Aids-Aktivistin.
1997 wurde ich HIV-positiv getestet. Die Ärzte gaben mir damals noch sechs Monate. Heute bin ich jedoch auf der ganzen Welt unterwegs und halte Vorträge über HIV/Aids. Ich schaffe Bewusstsein im Hinblick auf Menschenrechtsfragen, die Gleichstellung der Frau, die vernachlässigte Ausbildung von Mädchen, Kinderarbeit, Kindersoldaten und Kinderprostitution. Obwohl ich in einer relativ wohlhabenden sambischen Familie aufwuchs und gemessen an den Maßstäben meines Landes eine privilegierte Kindheit genoss, blieben auch wir nicht von HIV verschont. Ich war gerade mal zehn Jahre alt, als meine Eltern an einer mysteriösen Krankheit erkrankten und unser Leben auf den Kopf gestellt wurde. Wir zogen in ein Dorf, und ich musste jeden Morgen vor der Schule kilometerweit laufen, um Trinkwasser zu holen.
Die Geschichte von Princess Kasune Zulu kannst Du in voller Länge in unserem Bericht lesen.
ist Elektriker. Er ist 56 Jahre alt und stammt aus Chazanga, Lusaka in Sambia.
1994 erhielt meine Frau vom Zambia Emory HIV Research Project (ZEHRP) eine Einladung zur freiwilligen HIV-Beratung für Paare. Dies schloss auch einen HIV-Test ein. Anfangs weigerte ich mich. Ich sagte meiner Frau, mir gehe es gut – ich sei nicht HIV-infiziert. Nach einem Monat erhielt meine Frau eine weitere Einladung. Erneute drängte sie mich, zur Beratung zu gehen. Sie versprach, mich zu begleiten. Sie sagte, es sei besser für uns, unseren HIV-Status zu kennen. Ich hatte Angst wir würden uns streiten, wenn sich herausstellt, dass ich HIV-positiv bin und meine Frau nicht. Ich gebe zu, dass ich ihr nicht immer treu gewesen war. Genau das machte mir Angst.
Die Geschichte von Godfey Mtonga kannst Du in voller Länge in unserem Bericht lesen.