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Christine Lagarde wird Chefin des IWF


01.07.2011 17:45Uhr
von ONE Deutschland

alignnoneFast 48.000 ONE-Unterstützer haben unsere Petition für ein offenes, transparentes und leistungsorientiertes Verfahren bei der Nachfolge des IWF-Chefposten unterzeichnet.

Jetzt steht das Ergebnis fest. Diese Woche kündigte der IWF-Vorstand an, dass die Französin Christine Lagarde die Nachfolge von Dominique Strauss-Kahn antritt und Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds wird.

Als erste Frau an der Spitze des IWF wird sie eine der mächtigsten Positionen in der globalen Finanzwelt bekleiden. Sie ist als IWF-Chefin unter anderem dafür verantwortlich, mit den Mitgliedsländern an einer internationalen Finanzpolitik zu arbeiten und die Armut auf der Welt zu verringern. Ihre Kandidatur wurde von vielen wichtigen afrikanischen Ländern unterstützt, darunter die Elfenbeinküste und die Demokratische Republik Kongo.

Christine Lagarde bringt eine Menge Erfahrung mit. Sie war zuletzt Finanzministerin  in Frankreich, und somit einer der mächtigsten Volkswirtschaften Europas und hat in diesem Kontext an der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise mitgewirkt. Diese Erfahrung wird ihr bei der Leitung des IWF in schwierigen finanziellen Zeiten sicher zu Gute kommen.

“Mein übergeordnetes Ziel wird es sein, dass unsere Institution weiterhin ihrer gesamten Mitgliedschaft mit dem gleichen Fokus und demselben Engagement dient”, sagte sie in ihrer ersten offiziellen IWF-Erklärung.

“Wie ich dem Exekutivdirektorium des IWF im Rahmen des Auswahlverfahrens sagte, muss der IWF relevant, zugänglich, effektiv und legitim sein, um ein stärkeres und nachhaltigeres Wirtschaftswachstum, makroökonomische Stabilität und eine bessere Zukunft für alle sicherzustellen.“

Und wenn sie von einer “Zukunft für alle” spricht, meint sie auch Afrika. Das hören wir natürlich gerne. In ihrer Bewerbungsrede sagte sie, dass der IWF sich stärker an den Bedürfnissen der Länder mit niedrigem Einkommen, insbesondere in Afrika, orientieren sollte.

Sie hat auch deutlich gemacht, dass der IWF vielfältiger werden muss: “Die Vielfalt des IWF sollte sich auf der Ebene der Mitarbeiter wiederfinden, um sowohl die Vielfalt als auch die Universalität des IWF auszudrücken.“

Wir freuen uns, dass sich Christine Lagarde gegen die weltweite Armut stark machen will und beglückwünschen sie zu ihrer neuen Aufgabe. Aber sie sollte wissen, dass wir sie beobachten um sicherzustellen, dass sie ihre Versprechen gegen Armut und für Vielfalt auch wirklich einhält.

– Malaka Gharib –

Schlagworte: Internationaler Währungsfonds (IWF), Malaka Gharib, Politik Aktuell

 



2 Kommentare

  1. Ewald und Maria Tangesays: 05.07.2011 7:01 Uhr

    05.07.2011 at 07:01

    Wäre schön, wenn es in diese Richtung verstärkt geht: “wir freuen uns, dass sich Christine Lagarde gegen die weltweite Armut stark machen will und beglückwünschen sie zu ihrer neuen Aufgabe. Aber sie sollte wissen, dass wir sie beobachten um sicherzustellen, dass sie ihre Versprechen gegen Armut und für Vielfalt auch wirklich einhält.”

    In diesem Sinne
    alles Gute
    Ewald und Maria Tange

  2. Alicia Blázquezsays: 05.07.2011 10:03 Uhr

    05.07.2011 at 10:03

    Danke für die Ermutigung! Wir werden die Politik der IWF in jedem Fall auch weiterhin verfolgen und darauf hinwirken, dass die Interessen von Menschen in extremer Armut berücksichtigt werden.

    Alicia, ONE.org

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